Rabatt-Rechner

Berechnen Sie Preisreduzierungen, Sonderangebote und den finalen Verkaufspreis nach Rabatt – inklusive Ersparnis.

Rabatt berechnen – die Formel

Ein Rabatt ist eine prozentuale Preisreduzierung. Um den neuen Preis nach Rabatt zu berechnen, ziehen Sie den Rabattbetrag vom Originalpreis ab.

Berechnung Formel
Neuer Preis nach Rabatt Neuer Preis = Originalpreis × (1 − Rabatt ÷ 100)
Ersparnis in Euro Ersparnis = Originalpreis − Neuer Preis
Rabattsatz aus zwei Preisen Rabatt % = (1 − Neuer Preis ÷ Originalpreis) × 100

Beispiel: Ein Artikel kostet 89,99 € und wird mit 20 % reduziert. Neuer Preis = 89,99 € × (1 − 0,20) = 89,99 € × 0,80 = 71,99 €. Sie sparen 18,00 €.

Mehrere Rabatte kombinieren

Achtung: Zwei Rabatte von je 10 % ergeben zusammen NICHT 20 %, sondern nur 19 %! Der zweite Rabatt wird auf den bereits reduzierten Preis angewendet: 100 € × 0,90 × 0,90 = 81 € (= 19 % Gesamtrabatt, nicht 20 %).

Das gilt für jede Kombination aus Rabatt und weiterem Nachlass – etwa ein Sale-Rabatt plus zusätzlicher Gutscheincode. Je mehr Rabatte kombiniert werden, desto größer wird die Abweichung von der simplen Addition der Prozentsätze.

Praxisbeispiele: Rabatt im Alltag berechnen

Situation Rechnung
Schlussverkauf 30 % auf 120 € 120 € × 0,70 = 84 € (Ersparnis: 36 €)
Gutschein 15 % auf 45 € 45 € × 0,85 = 38,25 € (Ersparnis: 6,75 €)
Mitarbeiterrabatt 25 % auf 200 € 200 € × 0,75 = 150 € (Ersparnis: 50 €)
Frühbucherrabatt 10 % + Gutschein 5 % auf 500 € 500 € × 0,90 × 0,95 = 427,50 € (nicht 425 €!)

Rabatt vs. Skonto: Wo liegt der Unterschied?

Beide Begriffe werden häufig verwechselt, meinen aber unterschiedliche Dinge. Ein Rabatt ist eine sofortige Preisreduzierung beim Kauf – etwa im Sale oder bei Mengenrabatten. Skonto dagegen ist ein nachträglicher Preisnachlass für schnelle Zahlung einer Rechnung, meist 2–3 % bei Zahlung innerhalb weniger Tage statt des vollen Zahlungsziels. Wer zusätzlich Skonto berechnen möchte, findet die passende Formel und Beispiele in unserem Artikel Skonto berechnen.

Rabatt in Excel berechnen

Dieselbe Formel lässt sich direkt in Excel abbilden: =A1*(1-B1) berechnet den reduzierten Preis, wenn A1 den Originalpreis und B1 den Rabattsatz als Dezimalzahl enthält (z. B. 0,20 für 20 %). Die Ersparnis in Euro erhalten Sie mit =A1-A1*(1-B1) bzw. vereinfacht =A1*B1. Weitere Excel-Formeln für Prozentrechnung finden Sie auf unserer Seite Excel & Prozent.

Rechtliches: Die 30-Tage-Regel bei Rabattwerbung (§ 11 PAngV)

Seit dem 28. Mai 2022 gilt in Deutschland eine wichtige Regel für jede Rabattwerbung: Nach § 11 PAngV müssen Händler bei jeder beworbenen Preisermäßigung den niedrigsten Gesamtpreis angeben, den sie innerhalb der letzten 30 Tage vor der Rabattaktion tatsächlich verlangt haben – nicht einfach den zuletzt gültigen oder einen künstlich erhöhten Preis. Die Regel soll die sogenannte Preisschaukelei verhindern: das kurzfristige Anheben eines Preises kurz vor einer Rabattaktion, nur um anschließend einen größeren Rabatt vortäuschen zu können. Wer einen beworbenen Rabatt mit diesem Rechner nachrechnet, prüft damit indirekt auch, ob der angegebene Ausgangspreis überhaupt plausibel ist.

Rabatt-Rechner für Online-Shopping: Worauf sollten Käufer achten?

Ein durchgestrichener Streichpreis ist nicht automatisch der beste verfügbare Vergleichspreis – seit der 30-Tage-Regel muss er zwar dem niedrigsten Preis der letzten 30 Tage entsprechen, in der Praxis lohnt sich aber ein Blick auf die Preis-Historie über mehrere Wochen, bevor man einen Rabatt als echtes Schnäppchen einordnet. Saisonale Aktionen wie Black Friday, Sommerschlussverkauf oder Winterschlussverkauf bieten oft echte Nachlässe, werden aber auch häufig mit hohen Ausgangspreisen beworben. Der Rechner hilft dabei, den tatsächlichen Rabattsatz und die reale Ersparnis nachzuvollziehen, unabhängig davon, wie der Händler wirbt.

Häufige Fehler bei der Rabattberechnung

Der häufigste Fehler ist bereits oben erklärt: mehrere Rabatte einfach zu addieren, statt sie nacheinander auf den jeweils reduzierten Preis anzuwenden. Daneben werden Rabattsatz und Ersparnisbetrag oft verwechselt – “20 % Rabatt” bedeutet 20 % des Originalpreises als Ersparnis, nicht 20 €. Auch bei Rundungen entstehen Abweichungen: Wird bei mehreren Artikeln jeder Posten einzeln gerundet statt erst die Gesamtsumme, weicht der Endbetrag oft um wenige Cent vom korrekten Ergebnis ab.

Wichtige Begriffe rund um Rabatte

Originalpreis: der ursprüngliche Preis vor jedem Nachlass. Rabattbetrag: die Ersparnis in Euro, also die Differenz zwischen Original- und neuem Preis. Streichpreis (UVP): der durchgestrichene, unverbindliche Vergleichspreis, von dem der Rabatt abgezogen wird. Referenzpreis: der nach § 11 PAngV verpflichtend anzugebende niedrigste Preis der letzten 30 Tage vor einer Rabattaktion. Aktionspreis: der reduzierte Preis während einer befristeten Sonderaktion. Mengenrabatt: ein Nachlass, der sich nach der gekauften Menge richtet und oft gestaffelt ist. Mondpreis: umgangssprachlich für einen künstlich überhöhten Ausgangspreis, der nur zum Zweck einer größer wirkenden Rabattangabe angesetzt wird.

Häufig gestellte Fragen zum Rabatt-Rechner