Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Verkäufer gewährt, wenn eine Rechnung innerhalb einer kurzen Frist bezahlt wird üblich sind 2 bis 3 % bei einer Zahlungsfrist von 7 bis 14 Tagen. Die Berechnung folgt derselben Grundlogik wie jede Prozentrechnung: Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Was viele übersehen: Wer Skonto konsequent nutzt, erzielt dadurch häufig eine effektive Rendite von 20 % oder mehr pro Jahr deutlich mehr, als die meisten Bankzinsen bieten. Dieser Artikel erklärt die Formel, rechnet mehrere Beispiele durch und zeigt, wie du den tatsächlichen Effektivzins hinter dem Skonto berechnest.
Was ist Skonto? (Definition)
Der Begriff Skonto stammt vom italienischen Wort „sconto“ (Abzug, Nachlass) und bezeichnet einen prozentualen Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn der Rechnungsbetrag innerhalb einer festgelegten kurzen Frist beglichen wird anders als beim klassischen Rabatt, der unabhängig vom Zahlungszeitpunkt gilt. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Vorschrift zur Höhe; üblich sind Sätze zwischen 2 % und 3 % bei einer Skontofrist von etwa 7 bis 14 Tagen.
Die Skonto-Formel
Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100
Der zu zahlende Betrag ergibt sich anschließend aus: Zahlbetrag = Rechnungsbetrag Skontobetrag.
Skonto berechnen – Beispiele Schritt für Schritt
Beispiel 1: Rechnung über 2.300 €
Ein Lieferant gewährt 3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen.
- Skontobetrag berechnen: 2.300 € × 3 ÷ 100 = 69 €
- Zahlbetrag berechnen: 2.300 € − 69 € = 2.231 €
Beispiel 2: Rechnung über 5.000 €
Ein Kunde erhält 2 % Skonto bei schneller Zahlung.
- Skontobetrag berechnen: 5.000 € × 2 ÷ 100 = 100 €
- Zahlbetrag berechnen: 5.000 € − 100 € = 4.900 €

Skonto auf Brutto oder Netto? Die Rolle der Mehrwertsteuer
Skonto wird in der Regel auf den Bruttobetrag der Rechnung gewährt — also inklusive Mehrwertsteuer. Das hat einen wichtigen Nebeneffekt: Zieht der Kunde Skonto ab, verringert sich damit auch die tatsächlich fällige Umsatzsteuer, da sie sich anteilig auf einen niedrigeren Zahlbetrag bezieht.
Beispiel: Eine Rechnung weist einen Nettobetrag von 1.000 € aus, zuzüglich 19 % Umsatzsteuer (190 €), macht 1.190 € brutto. Bei 2 % Skonto auf den Bruttobetrag ergibt sich:
- Skontobetrag berechnen: 1.190 € × 2 ÷ 100 = 23,80 €
- Zahlbetrag berechnen: 1.190 € − 23,80 € = 1.166,20 €
Für die Umrechnung zwischen Netto- und Bruttobeträgen inklusive Mehrwertsteuer hilft dir unser MwSt-Rechner.
Der Effektivzins von Skonto: warum sich schnelles Zahlen oft lohnt
Skonto lässt sich auch als kurzfristiger Kredit betrachten: Verzichtest du auf das Skonto, „leihst“ du dir das Geld quasi vom Lieferanten für die Differenz zwischen Skontofrist und vollem Zahlungsziel — zu einem erstaunlich hohen Zinssatz. Die Formel für den Effektivzins lautet:
Effektivzins p.a. = (Skontosatz × 360) ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)
Beispiel 1: 2 % Skonto, 10 Tage Skontofrist, 30 Tage Zahlungsziel.
- Formel anwenden: (2 × 360) ÷ (30 − 10) = 720 ÷ 20
- Ergebnis berechnen: 36 % p. a.
Beispiel 2: 2 % Skonto, 7 Tage Skontofrist, 50 Tage Zahlungsziel.
- Formel anwenden: (2 × 360) ÷ (50 − 7) = 720 ÷ 43
- Ergebnis berechnen: rund 16,7 % p. a.
Beide Werte liegen deutlich über den Zinsen für praktisch jede Bankeinlage oder jeden gängigen Kredit Skonto zu nutzen ist wirtschaftlich fast immer sinnvoll, sofern die Liquidität es zulässt.

Skonto vs. Rabatt: der Unterschied
Ein Rabatt ist ein allgemeiner Preisnachlass, unabhängig vom Zahlungszeitpunkt etwa bei einer Sale-Aktion. Skonto ist dagegen ausschließlich an eine schnelle Zahlung gekoppelt. Eine ausführliche Erklärung der Rabatt-Formel findest du in unserem Artikel „Rabatt berechnen“.
Wann lohnt sich die Skonto-Nutzung?
- Vergleiche den berechneten Effektivzins mit deinen eigenen Kreditzinsen oder Anlagemöglichkeiten.
- Prüfe deine Liquidität: Skonto nur nutzen, wenn genug Geld für die frühere Zahlung vorhanden ist.
- Bei mehreren Rechnungen: Skonto zuerst bei den Rechnungen mit dem höchsten Effektivzins nutzen.
Häufige Fehler bei der Skonto-Berechnung
- Skonto vom Nettobetrag statt vom vereinbarten Bruttobetrag berechnen, ohne dies vertraglich zu prüfen.
- Den Effektivzins nicht berechnen und dadurch den tatsächlichen wirtschaftlichen Vorteil unterschätzen.
- Skontofrist und Zahlungsziel verwechseln die Skontofrist ist immer kürzer als das volle Zahlungsziel.
Zusammenfassung
Skonto berechnet sich mit Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100 und wird üblicherweise auf den Bruttobetrag gewährt. Der oft unterschätzte Effektivzins zeigt, dass Skontonutzung wirtschaftlich einer Rendite von häufig 15–40 % p. a. entspricht ein deutlicher Anreiz, Rechnungen frühzeitig zu begleichen.
Fazit
Skonto ist im Kern reine Prozentrechnung, entfaltet seinen wahren Wert aber erst über den Effektivzins. Für alle weiteren Alltagsrechnungen rund um Prozent, Rabatt oder Dreisatz lohnt sich ein Blick in unseren kostenlosen Prozentrechner.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie berechnet man Skonto?
Mit der Formel Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Beispiel: 2.300 € × 3 ÷ 100 = 69 € Skonto.
Wird Skonto auf Brutto oder Netto berechnet?
In der Regel auf den Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart ist.
Was ist der Effektivzins bei Skonto?
Der Effektivzins zeigt, welcher jährlichen Rendite die Skontonutzung entspricht: (Skontosatz × 360) ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist). Bei 2 % Skonto und 20 Tagen Differenz ergeben sich 36 % p. a.
Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?
Rabatt ist ein allgemeiner Preisnachlass unabhängig vom Zahlungszeitpunkt, Skonto gilt ausschließlich bei Zahlung innerhalb einer kurzen Frist.
Wie hoch ist Skonto üblicherweise?
Üblich sind 2 bis 3 % bei einer Zahlungsfrist von etwa 7 bis 14 Tagen, es gibt jedoch keine gesetzliche Vorgabe.