Skonto-Rechner

Skontobetrag, Zahlbetrag und effektiven Jahreszins berechnen – inklusive Erklärung, wann sich Skonto lohnt.

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2026 · Geprüft von der ProzentHilfe-Redaktion

Auf den Punkt gebracht

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung, meist 2–3 % bei Zahlung innerhalb von 10–14 Tagen. Wer auf 2 % Skonto bei „10 Tage, netto 30“ verzichtet, zahlt einen effektiven Jahreszins von ca. 36 % — Skonto zu ziehen lohnt sich daher fast immer.

Rechnungsbetrag und Skontosatz eingeben. Zahlungsziel und Skontofrist sind optional – damit zeigen wir zusätzlich den effektiven Jahreszins, den Sie durch Skontoziehung sparen.

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Hinweis: Der effektive Jahreszins zeigt, wie teuer es rechnerisch ist, auf den Skontoabzug zu verzichten – keine Finanzberatung.

Skonto berechnen – Formel und Praxis

Skonto vs. Rabatt im Vergleich

MerkmalSkontoRabatt
ZeitpunktNach RechnungsstellungDirekt beim Kauf
VoraussetzungSchnelle ZahlungKeine / Verhandlung
Üblich2–3 %5–30 %
SteuerlichVorsteuerkorrektur nötigReduziert die Bemessungsgrundlage

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung einer Rechnung, üblich im B2B-Geschäft. Typisch sind Angaben wie „2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, netto fällig nach 30 Tagen".

Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100

Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag

Beispiel: Rechnung über 1.000 € bei 2% Skonto. Skontobetrag = 1.000 € × 0,02 = 20 €. Zahlbetrag = 980 €. Die Skonto Formel dahinter ist simpel und bildet die Grundlage jedes Skonto Rechners – entscheidend ist nur, ob der Skontosatz laut Zahlungsbedingungen auf den Netto- oder den Bruttobetrag anzuwenden ist.

Lohnt sich Skonto? Der effektive Jahreszins

Skonto ist rechnerisch fast immer vorteilhaft. Bei „2/10 netto 30" entspricht der Verzicht auf Skonto einem effektiven Jahreszins von über 36% – weit teurer als ein üblicher Kontokorrentkredit. Dieser Rechner zeigt den effektiven Jahreszins automatisch, wenn Sie Skontofrist und Zahlungsziel eingeben.

Brutto oder Netto? Skonto wird je nach Vereinbarung vom Brutto- oder Nettobetrag berechnet – prüfen Sie die genaue Angabe auf der Rechnung.

Warum gehen die Meinungen zu Brutto/Netto auseinander?

In der Praxis kursieren beide Konventionen. Manche Unternehmen berechnen Skonto vom Bruttobetrag (inklusive Mehrwertsteuer), andere – besonders im B2B-Rechnungswesen – vom Nettobetrag. Wird vom Nettobetrag abgezogen, muss zusätzlich eine Vorsteuerkorrektur vorgenommen werden, da sich durch den Abzug auch die tatsächlich gezahlte Vorsteuer ändert. Verlassen Sie sich nicht auf eine allgemeine Regel, sondern auf die konkrete Formulierung der Zahlungsbedingung.

Rechenbeispiel: Skonto mit Vorsteuerkorrektur (Nettomethode)

Rechnung: 1.190 € brutto (1.000 € netto + 190 € MwSt. bei 19%), 2% Skonto auf den Nettobetrag bei fristgerechter Zahlung. Skontobetrag = 1.000 € × 0,02 = 20 €. Da sich die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer verringert, korrigiert sich auch die MwSt. um 20 € × 19% = 3,80 €. Tatsächlicher Zahlbetrag: 1.190 € − 20 € − 3,80 € = 1.166,20 €.

Typische Zahlungsbedingungen im Vergleich

  • 2/10 netto 30: 2% Skonto bei Zahlung innerhalb 10 Tagen, volle Zahlung nach 30 Tagen fällig
  • 3/7 netto 60: 3% Skonto bei Zahlung innerhalb 7 Tagen, längeres reguläres Zahlungsziel von 60 Tagen
  • Skonto gestaffelt: z.B. 3% bei sofortiger Zahlung, 2% bei 14 Tagen, 0% ab 30 Tagen

Warum bieten Unternehmen überhaupt Skonto an?

Für den Rechnungssteller verbessert Skonto die Liquidität, da Geld schneller eingeht, und senkt gleichzeitig das Ausfallrisiko bei säumigen Zahlern. Der scheinbare Nachteil (2% weniger Umsatz) wird durch den Zinsvorteil aus der früheren Verfügbarkeit des Geldes häufig mehr als ausgeglichen – besonders wenn das Unternehmen selbst Kredite zu höheren Zinssätzen finanzieren müsste.

Skonto in der Buchhaltung: Kurz erklärt

Wird Skonto in Anspruch genommen, bucht der Zahlende die Differenz zwischen Rechnungsbetrag und tatsächlich gezahltem Betrag üblicherweise als „Skontoertrag" (bei Verkäufen) bzw. „Skontoaufwand"-Gegenkonto (bei Einkäufen). Bei Berechnung vom Nettobetrag ist zusätzlich eine Korrekturbuchung der Vorsteuer erforderlich, wie im Rechenbeispiel oben gezeigt.

Skontoabzug bei Teilzahlungen

Skonto wird in der Regel nur gewährt, wenn der vollständige Rechnungsbetrag fristgerecht beglichen wird. Bei einer Teilzahlung innerhalb der Skontofrist entfällt der Skontoanspruch für den noch offenen Restbetrag meist vollständig – prüfen Sie die genauen Zahlungsbedingungen, falls eine Teilzahlung geplant ist.

Skonto international: Nicht überall üblich

Skonto in der hierzulande üblichen Form ist vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet. In vielen anderen Ländern sind Zahlungsziele ohne gestaffelten Skontoabzug üblicher, oder es werden stattdessen pauschale Verzugszinsen bei verspäteter statt Nachlässe bei früher Zahlung vereinbart.

Skonto und Liquiditätsplanung

Für Unternehmen, die selbst Rechnungen erhalten, lohnt sich eine bewusste Liquiditätsplanung rund um Skontofristen: Wird absehbar genug Geld zur Verfügung stehen, um innerhalb der kurzen Skontofrist zu zahlen? Ein Kontokorrentrahmen extra für die Überbrückung dieser wenigen Tage rechnet sich angesichts der hohen effektiven Ersparnis in der Regel deutlich.

Skonto bei Lieferantenverträgen verhandeln

Skontosätze und -fristen sind zwischen Geschäftspartnern grundsätzlich verhandelbar, besonders bei langfristigen Lieferbeziehungen oder größeren Bestellvolumina. Ein Käufer mit verlässlicher Zahlungshistorie kann oft bessere Konditionen erzielen als in den Standard-AGB des Lieferanten vorgesehen.

Skonto ziehen oder Zahlungsziel nutzen? Der Zinsvergleich entscheidet

Ob sich Skonto lohnt, lässt sich exakt beziffern: Wer auf Skonto verzichtet, nimmt faktisch einen kurzfristigen Kredit beim Lieferanten auf. Der effektive Jahreszins dieses „Lieferantenkredits" errechnet sich aus Skontosatz, Skontofrist und Zahlungsziel. Die Formel lautet: (Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz)) × (360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)). Bei „2/10 netto 30" ergibt das: (2 ÷ 98) × (360 ÷ 20) = 0,0204 × 18 ≈ 36,7 %. Wer die 1.000-€-Rechnung also erst nach 30 statt nach 10 Tagen zahlt, leiht sich 980 € für 20 Tage zum Preis von 20 € – ein Zinssatz, der jeden Bankkredit in den Schatten stellt.

Bei „3/7 netto 60" sieht die Rechnung anders aus: (3 ÷ 97) × (360 ÷ 53) ≈ 0,0309 × 6,79 ≈ 21,0 %. Durch das längere Zahlungsziel sinkt der effektive Jahreszins spürbar, bleibt aber immer noch deutlich über üblichen Finanzierungskosten. Merksatz: Je kürzer die Differenz zwischen Skontofrist und Zahlungsziel, desto teurer der Verzicht auf Skonto – und desto dringender lohnt es sich, die Skontofrist einzuhalten.

Praktische Konsequenz: Vergleichen Sie diesen effektiven Jahreszins mit Ihren eigenen Finanzierungskosten. Liegt Ihr Kontokorrentkredit zum Beispiel bei 10 % p. a. (Stand 2026), ist jede Skontoregelung mit höherem effektivem Zins ein lohnendes Geschäft – sogar dann, wenn Sie das Konto für ein paar Tage überziehen müssen, um die Skontofrist einzuhalten. Dieser Skonto-Rechner zeigt Ihnen den effektiven Jahreszins automatisch an, sobald Sie Skontofrist und Zahlungsziel eingetragen haben.

Häufiger Fehler: Die Skontofrist läuft anders als gedacht

Ein Klassiker im Rechnungswesen: Die Skontofrist beginnt in der Regel mit dem Rechnungsdatum, nicht mit dem Tag, an dem die Rechnung bei Ihnen eintrifft. Dazu kommt die Laufzeit der Überweisung – eine SEPA-Überweisung benötigt üblicherweise ein bis zwei Bankarbeitstage, und Wochenenden sowie Feiertage zählen nicht. Wer die Frist auf den letzten Tag ausreizt, riskiert, dass das Geld einen Tag zu spät gutgeschrieben wird – und dann ist der Skontoanspruch komplett verloren. Bei unserer 1.000-€-Beispielrechnung wären das 20 €, die für einen einzigen Tag Verspätung draufgehen. Planen Sie die Zahlung deshalb zwei bis drei Werktage vor Fristende ein, und prüfen Sie zusätzlich, ob die Zahlungsbedingungen eine bestimmte Zahlungsart für den Skontoabzug vorschreiben.

Als Lieferant Skonto gewähren: Was zu beachten ist

Auch die Verkäuferseite profitiert: Gewährtes Skonto beschleunigt den Zahlungseingang, verbessert die Liquidität und senkt Mahnaufwand sowie Ausfallrisiko. Wichtig ist eine eindeutige Formulierung auf Rechnung und in den AGB – Skontosatz, Skontofrist, Zahlungsziel und Berechnungsbasis (netto oder brutto) müssen klar geregelt sein. Rechtlicher Hintergrund: Ohne Vereinbarung ist eine Rechnung grundsätzlich sofort fällig (§ 271 BGB); „netto 30" ist also bereits ein eingeräumtes Zahlungsziel. Bei Geschäftskunden tritt nach Ablauf von 30 Tagen ohne Mahnung automatisch Verzug ein (§ 286 BGB) – ein weiterer Grund, weshalb viele Unternehmen lieber Skonto anbieten, als auf pünktliche Zahlung zu hoffen.

Checkliste: Skonto korrekt abziehen

Skonto abziehen klingt simpel, doch in der Praxis scheitert es häufig an Details: Entscheidend sind die exakte Skontofrist, die richtige Berechnungsbasis und der rechtzeitige Zahlungseingang beim Lieferanten. Die folgende Checkliste hilft, keinen Skontoanspruch zu verschenken.

  • Skontosatz, Skontofrist und Zahlungsziel auf der Rechnung ablesen – und die Berechnungsbasis (netto oder brutto) klären
  • Zahlung zwei bis drei Werktage vor Fristende einplanen, Feiertage und Wochenenden beachten
  • Bei Nettoberechnung die Vorsteuerkorrektur in der Buchhaltung nicht vergessen
  • Bei geplanter Teilzahlung vorab beim Lieferanten klären, ob Skonto für die Teilzahlung gilt
  • Den effektiven Jahreszins vergleichen, bevor Sie eine Skontofrist verstreichen lassen

Skonto-Rechnungen richtig zu lesen heißt auch, Prozentangaben sicher zu deuten – zum Beispiel, wenn ein Preisnachlass einmal als Bruchteil des Rechnungsbetrags statt in Prozent angegeben ist. Mit unserem Bruch-in-Prozent-Rechner wandeln Sie jeden Bruch in einen exakten Prozentsatz um. Das ist besonders hilfreich, wenn Zahlungsbedingungen oder Nachlässe nicht in Prozent, sondern als Anteil formuliert sind und Sie den effektiven Vorteil schnell einordnen möchten.

FAQ

Häufige Fragen zu Skonto

Antworten zur Berechnungsbasis, Wirtschaftlichkeit und Abgrenzung zu Rabatt.

Beides kommt in der Praxis vor. Häufig wird Skonto auf den Bruttobetrag (inkl. MwSt.) angewendet, in manchen B2B-Kontexten auf den Nettobetrag. Prüfen Sie die Angabe auf der Rechnung – meist ist es explizit vermerkt (z.B. „2% Skonto bei Zahlung innerhalb 10 Tagen auf den Rechnungsbetrag”).
Meistens ja, deutlich. Skonto von 2% bei einer Zahlungsfrist-Verkürzung von 20 Tagen entspricht einem effektiven Jahreszins von über 36% – weit mehr, als ein kurzfristiger Kredit typischerweise kostet. Es lohnt sich fast immer, Skonto zu ziehen, wenn liquide Mittel vorhanden sind.
Das ist eine übliche Zahlungsbedingung: Sie erhalten 2% Nachlass, wenn Sie innerhalb von 10 Tagen zahlen. Zahlen Sie später, ist der volle Betrag ohne Abzug innerhalb von 30 Tagen fällig.
Nein. Ein Rabatt reduziert den Preis sofort beim Kauf. Skonto ist ein nachträglicher Nachlass auf eine bereits gestellte Rechnung, abhängig vom Zahlungszeitpunkt.
Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag. Beispiel: 2.000 € netto bei 2% Skonto ergeben einen Skontobetrag von 40 € und einen Zahlbetrag von 1.960 €.